Urologische Klinik und Poliklinik
des Universitätsklinikums Jena

DaVinci-Operationsroboter

Seit Januar 2011 verfügt unsere Klinik über einen DaVinci-Operationsroboter der neuesten Generation (DaVinci Si). Dieses System ermöglicht es uns u.a. die radikale Prostatektomie mit kleinen Schnitten und hochpräzise durchzuführen.

 

Ein Team des MDR war bei uns zu Gast, um den Einsatz des Operationsroboters in unserer Klinik festzuhalten. Hier können Sie noch einmal den Film betrachten, der am 17.03.2011 im MDR (Hauptsache Gesund - Hilfe verspricht: Tabuthema Prostata) ausgestrahlt wurde:

 

 

Sollte Ihr Browser das Abspielen des Videos nicht unterstützen, haben wir hier die Datei zum Download bereit gestellt.

 

Minimal invasive Verfahren gewannen in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung. Kleinere Schnitte, weniger Wundschmerzen und geringerer Blutverlust sind nur einige Gründe dafür. Gerade auf urologischem Fachgebiet spielt darüber hinaus der Erhalt von Harnkontinenz und Potenz nach einer Operation eine außerordentliche Rolle. Durch die Verwendung des DaVinci-Operationsroboters können der Harnröhrenschließmuskel und die entsprechenden Nerven optimal geschont und diese Funktionen erhalten werden.

links: Schnittführung bei offener radikaler Prostatektomie; rechts: Schnitte bei Da Vinci-Prostatektomie

links: Schnittführung bei offener radikaler Prostatektomie; rechts: Schnitte bei Da Vinci-Prostatektomie

Was ist das DaVinci-Operationssystem und wie funktioniert es?           

Das DaVinci-Operationssystem wurde in den USA entwickelt. Es wird seit dem Jahr 2000 eingesetzt und hat in den USA mittlerweile die konventionelle Laparoskopie in vielen Bereichen nahezu komplett abgelöst. Auch in Deutschland weiß man mehr und mehr die Vorzüge dieser Operationstechnik zu schätzen. Immer mehr Systeme werden etabliert und mit dem Jenaer DaVinci-Operationsroboter fand man dann in Ostdeutschland erstmals ein DaVinci-Operationssystem der zu diesem Zeitpunkt neuesten Generation.

Über 2-3 kleine Einstiche in der Bauchdecke gelangen die mit den Roboter-Armen verbundenen Instrumente zum Operationsgebiet. Zusätzlich werden ein Einstich im Bereich des Nabels für die ebenfalls Roboter-gesteuerte Kamera, sowie 1-2 weitere Einstiche für Assistenz-Instrumente (Spülung, OP-Clips, Nahtmaterial) benötigt. Die Steuerung der Roboter-Arme bzw. der daran gekoppelten Instrumente übernimmt der Operateur an einer Konsole, an der er auf ein dreidimensionales Bild des Operationsgebietes blickt. Mit einem Zugewinn an Präzision werden die Handbewegungen des Operateurs damit auf Präparier- und Nahtinstrumente übertragen. Dank einer skalierten, computerunterstützten Übertragung und der optimalen Beweglichkeit der Instrumente können dabei kleinste Hand- und Fingerbewegungen millimetergenau und hochpräzise ausgeführt werden. Kamerabewegung, Bildfeld und bis zu 12-fache Vergrößerung werden ebenfalls vom Operateur an der Konsole gesteuert.

konsole

Steuerkonsole

roboter

Roboter am Patienten

steuerung

Steuerung

Welche urologischen Operationen werden mit den DaVinci-Operationsroboter durchgeführt?

Der zurzeit am häufigsten mit dem DaVinci-Operationssystem praktizierte urologische Eingriff ist die radikale Prostatektomie (radikale Entfernung der Prostata bei lokal begrenztem Prostatakarzinom). Dabei kommt es besonders auf die Schonung der potenzerhaltenden Nervenbündel sowie des Harnröhrenschließmuskels an, was durch optimalere Sicht und bessere Präzision realisiert werden kann.

Weitere Indikationen für eine roboterassistierte Operation sind

  • Pyeloplastik (Nierenbeckenplastik)
  • Adrenalektomie (Entfernung von Nebenniere bzw. Nebennierentumoren)
  • Tumornephrektomie bzw. Nierenteilresektion
  • radikale Zystektomie
  • Bestimmte Formen der Harninkontinenzbehandlung (Sakrokolpopexie)


Welche Vorteile bietet eine Operation mit dem DaVinci-Operationsroboter gegenüber den herkömmlichen Methoden?

Der Patiet profitiert durch reduzierte Komplikationen und geringeren Blutverlust. Hohe Präzision ermöglicht günstige funktionelle Ergebnisse (z.B. Potenzerhalt bei der radikalen Prostatektomie). Kleinere Einschnitte bedeuten neben besseren kosmetischen Ergebnissen auch eine raschere Wundheilung sowie weniger Wundschmerz. Dadurch ist eine raschere Moblilisierung des Patienten möglich, wobei wiederum postoperative Komplikationen wie Thrombosen und Lungenkomplikationen (z.B. Entzündungen) reduziert werden können.
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Ansprechpartner in unserer Klinik

Für Fragen zur Behandlung mit dem Operationsroboter in unserer Klinik steht Ihnen unser DaVinci-Team gern zur Verfügung:

Prof. Dr. med. M.-O. Grimm (Sekretariat: )

OA Dr. med. F. Hartmann ()

PD Dr. med. M. Horstmann ()

OÄ Dr. med. S. Foller ()

Kathrin Schube (OP-Schwester)

Steffi Jahns (OP-Schwester)

 

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Stand 01/2015






Kontakt

Poliklinik (Anmeldung)
Telefon: +49 3641 9-329932

Bettenkoordination stationär
Telefon: +49 3641 9-329904

Chefsekretariat
Frau Nora Hesse
Telefon: +49 3641 9-329901

in dringenden Notfällen
Telefon: +49 3641 9-329917

 

Adresse

Klinik und Poliklinik für Urologie Universitätsklinikum Jena

Prof. Dr. M.-O. Grimm

Am Klinikum 1

07747 Jena

 


Hodentumor

 

Unsere Klinik ist eines der Zweitmeinungszentren für Hodentumore.

Holen Sie eine Zweitmeinung zur Festlegung der Therapie bei Hodentumoren ein. Dieses Projekt wird gefördert durch die Deutsche Krebshilfe.

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