Urologische Klinik und Poliklinik
des Universitätsklinikums Jena

Informationen für Patienten

Liebe Patienten, liebe Angehörige,

wenn man erkrankt ist und einer ambulanten oder stationären Behandlung bedarf, ist dies für alle Beteiligten unangenehm und belastend. Neben der Erkrankung selbst besteht Unsicherheit, was einen im Rahmen des stationären Aufenthaltes erwartet. Damit Sie sich schon im Vorfeld über Ihre Behandlung bei uns so weit als möglich informieren können, finden Sie in dieser Rubrik Informationen über unsere Konzepte und unser allgemeines und minimal-invasives Behandlungsspektrum. Darüber hinaus finden Sie auf unseren Internetseiten ausführliche Informationen über unsere erfahrenen Ärzte- und Pflegeteams, die in der Poliklinik, den Stationen und im OP-Bereich betreuen.

Wir möchten, dass Sie sich bei uns umfassend informiert, geborgen und sicher fühlen !

Behandlungskonzepte - FAQ

Prostatatbiopsie

Bei uns werden entsprechend der deutschen Prostatakarzinom-Leitlinie mindestens 12 Gewebeproben entnommen. Dies geschieht unter Ultraschallkontrolle durch den Enddarm. Um Infektionen zu vermeiden werden grundsätzlich Antibiotika zur Vorbeugung beginnend vor dem Eingriff verabreicht (insgesamt 5 Tage). Damit der Eingriff nicht schmerzhaft ist, wird grundsätzlich zu Beginn eine lokale Betäubung unter die Darmschleimhaut gespritzt (ähnlich einer lokalen Betäubung beim Zahnarzt). Auf Wunsch kann der Eingriff auch in Vollnarkose durchgeführt werden.

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Nierentransplantation

Hier erfahren Sie mehr.

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Aufnahmetag/Präoperativer Tag

Am Aufnahmetag erfolgen die administrative und pflegerische Aufnahme, eine umfassende ärztliche Untersuchung, eine Ultraschalluntersuchung der Nieren und ggf. weiterer Organe sowie die Aufklärung über den geplanten Eingriff (Urologe) und die entsprechende Narkose (Narkosearzt). Darüber hinaus erfolgt eine Blutennahme (u.a. zur Blutgruppenbestimmung, ggf. vorbeugende Bereitstellung von Blutkonserven).

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OP-Vorbereitung

Zu der OP-Vorbereitung gehören bei den meisten Eingriffen eine Rasur des Operationsgebietes, meist leichte Abführmaßnahmen sowie das Tragen spezieller Strümpfe zur Vorbeugung von Thrombosen.

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Nahrungskarenz vor der Narkose/Operation

Für eine Narkose/Operation ist es erforderlich, nüchtern zu bleiben. Dies bedeutet, dass 6 Stunden vor einer Operation nichts gegessen (und nicht geraucht !!) werden darf. Damit dies nicht so belastend ist, dürfen Sie bei uns bis 3 Stunden vor der Operation klare Flüssigkeiten (z.B. Wasser) in Absprache mit unseren Pflegekräften trinken.

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Schmerztherapie

Die Verhinderung von Schmerzen nach einer Operation hat für uns eine sehr hohe Bedeutung. Deshalb bieten wir allen Patienten mit größeren Operationen einen sogenannten hohen Rückenmarkskatheter an; dieser bekämpft Schmerzen höchst effektiv. Dies dient nicht nur dem Wohlbefinden des Patienten, es ermöglicht auch eine frühe Mobilisierung nach der Operation und dient der raschen Normalisierung der Körperfunktionen.

Bei chronischen Schmerzen erfolgt die Behandlung in Zusammenarbeit mit den Spezialisten aus unserer Universitäts-Schmerzambulanz.

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Infektionsprophylaxe

Die Verhinderung von Infektionen ist im Krankenhaus von besonderer Bedeutung. Neben den allgemeinen Hygienemaßnahmen verabreichen wir vorbeugend Antibiotika bei allen Operationen, bei denen ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht (nach Leitlinienempfehlungen). Dies betrifft z.B. offene und minimal-invasive Operationen von Nierentumoren, Prostatakrebs oder Blasenkrebs sowie die Operation der gutartigen Prostatavergrößerung durch die Harnröhre (transurethrale Prostataresektion). Das entsprechende Antibiotikum wird Ihnen je nach Operation am Morgen der Operation als Tablette gegeben oder im Operationssaal intravenös verabreicht.

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Nahrungsaufnahme nach der Operation

Neuere Untersuchungen bestätigen, dass eine frühe Wiederaufnahme der Nahrungszufuhr zu einer raschen Genesung beiträgt. Deshalb beginnen wir möglichst frühzeitig mit der Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme. Nach größeren Eingriffen verabreichen wir am 1. Tag nach der Operation Tee, danach zusätzlich Brühe und Zwieback und nehmen schließlich den weiteren Kostaufbau vor.

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Tag der Entlassung

Am Entlassungstag erhalten Sie einen Kurzarztbrief, der alle zu diesem Zeitpunkt verfügbaren Informationen über Ihren stationären Aufenthalt enthält. Sofern aus technischen Gründen noch Befunde (z.B. feingewebliches Untersuchungsergebnis) ausstehen, werden diese umgehend an den einweisenden Arzt gefaxt, damit dieser die Befunde und ggf. weitere Behandlung mit Ihnen besprechen kann. In einem abschließenden Arztgespräch erhalten Sie wichtige Informationen über evtl. erforderliche weitere (Nachsorge-) Untersuchungen, Behandlungs- und Verhaltensempfehlungen, Medikamente sowie sonstige Maßnahmen (z.B. Anschlußheilbehandlung, physiotherapeutische Maßnahmen).

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Visite

Bei uns erfolgt zweimal täglich eine ärztliche Visite. Die ausführliche Visite am Nachmittag dient vor allem dazu, geplante Untersuchungen und Therapien sowie die vorliegenden Befunde zu besprechen und Ihre Fragen zu beantworten. Morgens erfolgt regelmäßig eine Oberarzt- und/oder Chefarztvisite, um den Verlauf Ihrer Behandlung und Genesung zu verfolgen.

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Anschlußheilbehandlung

Während Ihres stationären Aufenthaltes werden Sie entweder routinemäßig (alle Tumorpatienten) oder auf Wunsch/Anfrage von unserer Sozialdienstmitarbeiterin (Frau Pröger) besucht. Sie wird gemeinsam mit Ihnen eine Anschlussheilbehandlung planen und entsprechen anmelden. Frau Pröger steht Ihnen oder Ihren Angehörigen auch gern mit Rat und Tat zur Seite, wenn es um die Organisation einer häuslichen Pflege, Hilfsmittel für zu Hause oder eines Pflegeheimplatzes geht.

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Psychoonkologische Betreuung

Neben einer anstrengenden Operation stellt bereits die Diagnose "Krebs" für die meisten Patienten eine starke Belastung dar. Damit Sie sich damit nicht allein gelassen fühlen arbeiten wir sehr eng mit der Psycholoonkologie zusammen. Frau Dipl. Psych. Sabrina Raack, Mitarbeiterin des Institutes für Psychosoziale Medizin und Psychotherapie (Direktor Prof. Dr. Bernhard Strauß), ist fest in unser Team integriert. Sie wird Ihnen als Tumorpatient ein Gespräch anbieten und kann auch auf persönlichen Wunsch zu Ihnen bestellt werden.

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Physiotherapie

Eine frühe Mobilisation (Physiotherapie/Krankengymnastik) operierter Patienten ist wichtig! Dabei steht ihnen Frau Scholz tatkräftig zur Seite. Sie ist darüber hinaus auch für das Atemtraining (zur Prophylaxe oder Behandlung einer Lungenentzündung) sowie für das frühe Erlernen des Beckenbodentrainings bei Inkontinenz zuständig.

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Stomapflege

Als spezialisierte Wund- und Stomaschwester haben wir Christiane Taubert in unserem Team. Sie gibt Ihnen Hilfestellung beim Erlernen der Versorgung eines Stomas bzw. beim Umgang mit den verschiedenen Harnableitungen (Katheter, Conduit, etc.). Auch das Erlernen des sauberen Selbstkatheterismus gehört zu ihrem Programm.

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Klinikseelsorge

Hier gelangen Sie zu den Seiten der Klinikseelsorge am Universitätsklinikum Jena.






Kontakt

Poliklinik (Anmeldung)
Telefon: +49 3641 9-329932

Bettenkoordination stationär
Telefon: +49 3641 9-329904

Chefsekretariat
Frau Nora Hesse
Telefon: +49 3641 9-329901

in dringenden Notfällen
Telefon: +49 3641 9-329917

 

Adresse

Klinik und Poliklinik für Urologie Universitätsklinikum Jena

Prof. Dr. M.-O. Grimm

Am Klinikum 1

07747 Jena

 


Hodentumor

 

Unsere Klinik ist eines der Zweitmeinungszentren für Hodentumore.

Holen Sie eine Zweitmeinung zur Festlegung der Therapie bei Hodentumoren ein. Dieses Projekt wird gefördert durch die Deutsche Krebshilfe.

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